Richtigstellung zur Berichterstattung im Münchner Merkur vom 12. November 2025
Die Bürgerinitiative (BI) Altstadt möchte zur jüngsten Berichterstattung über den Dialogabend im Weißen Bräuhaus eine Richtigstellung veröffentlichen.
In dem Artikel „Planwirtschaft aus der Mottenkiste“ wurden Aussagen aus unserer Veranstaltung verkürzt wiedergegeben und dadurch aus dem Zusammenhang gerissen.
Insbesondere betrifft dies die Äußerung unseres Sprechers für Verkehr Roman Roell, wonach „die Bürger nicht beteiligt worden seien“. Diese Aussage bezieht sich nicht auf den aktuellen Stand der Diskussion, sondern auf die Anfangsphase des Prozesses vor rund drei bis fünf Jahren. Damals mussten wir als Initiative die Bürgerbeteiligung erst mühsam erkämpfen, da politische Entscheidungen zur Altstadtgestaltung zunächst ohne direkte Einbindung der Bürgerinnen und Bürger getroffen wurden. In unserer Veranstaltung haben wir diesen Hergang skizziert, der die Gründung der Bürgerinitiative erst notwendig und möglich gemacht hat.
Heute ist die Situation eine andere: Dank unseres beharrlichen Engagements hat sich die Bürgerbeteiligung in der Altstadt – mit uns als verlässlichen Partner, der gekommen ist, um zu bleiben – peu à peu verbessert. Wir begrüßen ausdrücklich, dass das Mobilitätsreferat und die Stadtverwaltung in den letzten Jahren zunehmend auf einen offenen und kooperativen Dialog setzen und auch die Vorschläge unserer Bürgerinitiative aufgreifen.
Wir möchten uns in diesem Zusammenhang herzlich beim Mobilitätsreferat (MOR) für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten Monaten bedanken. Insbesondere bei Mobilitätsreferent Georg Dunkel, dessen offene und konstruktive Art wir sehr schätzen.
Ein besonderer Dank gilt der SPD-Fraktion im Münchner Stadtrat für ihren Änderungsantrag zum Beschlussentwurf „Altstadt für alle“, der die Bürgerbeteiligung alle relevanten Akteure und Betroffene – Anwohner, Ärzte, Gewerbetreibende, Bezirksausschüsse und Verbände – künftig systematisch eingebunden werden.
Zitat Margarethe Stadlbauer, 1. Sprecherin der BI Altstadt:
„Unsere Kritik richtet sich nicht gegen das heutige Verfahren, sondern gegen die fehlende Beteiligung in den ersten Jahren des Projekts. Es war ein langer Weg, bis Bürgerinnen und Bürger als gleichberechtigte Partner in die Planungen einbezogen und wir als Bürgerinitiative als Stakeholder anerkannt wurden. Heute sehen wir deutliche Fortschritte und genau das wollen wir betonen.
Wir wollen die Erreichbarkeit der Innenstadt erhalten, wenn die Stadt die Aufenthaltsqualität weiter verbessern will. Wir unterstützen das Ziel, die Altstadt lebenswerter und zukunftsfähig zu gestalten, aber nur mit den Menschen, die hier leben und arbeiten und nicht über sie hinweg.
Der Änderungsantrag der SPD ist daher ein wichtiges Signal für echte Mitbestimmung und partnerschaftliche Stadtentwicklung. Daran wollen wir anknüpfen.“
Mit dieser Klarstellung möchten wir Missverständnisse ausräumen und betonen, dass die
Bürgerinitiative Altstadt weiterhin für eine konstruktive, partizipative Stadtentwicklung eintritt, in der Transparenz, Augenmaß und die alle Betroffenen ernsthaft einbezieht, zentrale Bestandteile bleiben-
Kontakt Bürgerinitiative Altstadt:
1. Sprecherin, für Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung: Margarethe Stadlbauer,
E-Mail: stadlbauer(at)proton.me Web: https://altstadt-tal.in-minga.com
